Eine kausale Kette

Hallöle und ganz herzlich willkommen zurück. Ich hoffe euch gefällt, was ihr bisher hier lesen konntet. Für mich fühlt es sich definitiv richtig gut an. Das niederzuschreiben, was in meinem Kopf passiert und das zu vermitteln, was mir gefällt, wofür ich mich interessiere, das als Ganzes macht einfach verdammt viel Spaß. Wenn sich nun auch nur einer von euch angesprochen fühlt oder irgendeine Kleinigkeit, so klein sie auch sein mag, mitnimmt und für sich selbst umsetzt, dann habe ich bereits gewonnen. Wie gesagt, ich will euch Mehrwert geben. Lasst mich gerne wissen, wenn etwas dabei war, was euch weiterbringen kann oder euch einfach nicht aus dem Kopf geht.

So, dann wollen wir mal…

Im letzten Post “The spirit within” habe ich begonnen zu beschreiben, was Spirit für mich bedeutet. Wie meine Auffassung davon aussieht und wie er sich auswirkt. Spirit ist eine faszinierende Natürlichkeit. Möglicherweise eines der größten Wunder der Natur, das vielen so unbekannt erscheinen mag. Ja Spirit ist auch ein Disneyfilm, aber glaubt mir, es ist so viel mehr als nur ein paar Pixel, die über den Bildschirm huschen. Hier soll es jetzt weitergehen damit, was Spirit für mich ist und wie einiges davon zusammenhängt. Zumindest in meinen Augen zusammenhängt.

“We are moments away everyday, from a decision that will completely change our lives”

James Lawrence “The iron Cowboy”

Dieses Zitat habe ich vor Kurzem zum ersten Mal gehört. Stammen tut es von einem der wohl fittesten Menschen der Welt. James Lawrence hat das vollbracht, was den meisten wahrscheinlich noch nicht mal in den Sinn käme, wenn Sie völlig durcheinander und stark angetrunken wären. Er hat 50 Iron Man Distanzen in den 50 US Bundesstaaten in 50 Tagen absolviert. Das sind 190km, die er geschwommen ist, 9000km, die er geradelt ist und 2100km, die er zu Fuß zurückgelegt hat. In 50 Tagen!

Manche von uns bekommen es nicht mal hin zweimal in der Woche zum Sport zu gehen. Dafür kann man nur Respekt empfinden.

Was ziehe ich nun daraus für meinen Spirit? In Bezug auf das Zitat ist es der Prozess, den man Tag für Tag durchlebt, wenn man es zulässt, dass dieser existent ist. Man muss sich erstmal bewusst machen, dass der Prozess immer greifbar ist. Dieser muss nicht riesig und überdimensional groß sein. Er steckt in Kleinigkeiten, die wir jeden Tag um uns haben. Wir sehen ihn bloß nicht, nehmen ihn nicht wahr. Allerdings kann man auch jeden Moment damit beginnen, ihn wahrzunehmen. Wir definieren ihn selber. Wir beginnen ihn selbst. Dazu reichen kleine Dinge, wie Listen. Schreibe dir jeden Abend eine To-Do Liste für den nächsten Tag. Lass es drei Punkte sein, lass es dreißig Punkte sein. Das Wichtigste dabei ist es, sie auch abzuarbeiten und einen Haken zu setzen.

So arbeitest du dich Schritt für Schritt durch deine Liste. Das mögen auch noch so banale Dinge sein.

1. Bett machen

2. Wäsche waschen

3. Zum Sport gehen

4. Mama und Papa anrufen

5. Ein Kapitel lesen

Und so weiter und so fort. Gucke abends wieder auf die Liste und stelle fest, dass du doch ordentlich was geschafft hast. Setze dich wieder hin und schreibe dir deine Liste für den nächsten Tag.

Mit jedem Tag werden die Dinge spezieller und mit jedem Haken, den du setzt geht auch der Prozess voran. Welcher auch immer das sein mag. Setzt du dir beispielsweise jeden Tag auf die Liste, dass du für 20 Minuten etwas Sport zu Hause machst, dann wird das nicht nur deine Fitness verbessern, sondern auch den Eindruck von dir selbst. Jedes Häkchen, das dazu kommt gibt dir ein wenig mehr Selbstbewusstsein und macht dich besser.

Dankbarkeit und Glück

Wieso ist das eine extra Überschrift geworden? Ganz einfach; weil diese beiden Dinge für mich sehr wichtig sind. Lange Zeit waren sie es nicht, weil ich sie nicht bewusst wahrgenommen habe. Es nimmt auch eine gewisse Zeit in Anspruch. Sich darauf einzulassen ist eher schwierig als leicht, weil wir viele Dinge heutzutage als selbstverständlich ansehen.

“Es ist doch logisch, dass ich fließend Wasser habe und jeden Morgen bequeme Schuhe anziehen kann”

So schwirrt es unterbewusst in vielen von uns herum. Das ist auch nichts Negatives. Nur ist es eben so, dass vieles als logisch angesehen wird, da man es eben gewohnt ist. Das soll hier jetzt allerdings auch nicht zu einem Moral- und Ethikwasserfall mutieren.

Macht euch auch hierzu Listen. Jeden Abend oder Morgen schreibt euch drei Dinge auf, für die ihr an diesem einen Tag dankbar seid. Das hilft nicht nur sich solche Dinge bewusster zu machen, es macht auch glücklicher, wenn man nach ein paar Tagen sieht, was man eigentlich alles hat. Dinge, die für andere nicht so selbstverständlich sind. Lass es deine Wohnung sein, das Essen, das es gab, deinen Puschel (das ist Geheimsprache 😉 ), deine Eltern oder ganz einfach der Dank dafür, dass du morgens aufstehen konntest und atmest. Ich habe mich lange schwer getan, das so umzusetzen und tue es auch immer noch nicht regelmäßig, aber ich kann bestätigen, dass es hilft.

“Bist du dankbar, bist du glücklich. Bist du glücklich, bist du unbesiegbar.”

Und wieder eins von mir. Das wird langsam spooky.

Glück ist für mich nicht der Fall, dass ich im Lotto gewinne. Glück ist für mich, dass ich Freude am Schreiben habe. Glück ist für mich, dass ich mein Denken erweitern und ändern kann. Glück für mich ist eine Sache, für die ich sehr dankbar bin. Am glücklichsten bin ich, wenn ich ich selbst bin und sein kann. Lange habe ich, wie jeder andere versucht anderen zu gefallen. Kurz und knapp: das ist ein altes und großes Hirngespinst.

Beginnst du damit dankbar zu sein, erkennst du die Dinge, die dich glücklich machen. Hast du diese Dinge im Kopf, ist es das einfachste der Welt du selbst zu sein. Denn glücklich sein, das kann man sich nicht von anderen vorschreiben lassen. Macht einen die Arbeit wirklich glücklich? Oder sind es eher die Dinge, wie das Gehalt, die einen glücklich machen? Das mögen völlig legitime Motive sein, aber für mich ist das nichts. Aber hinterfrage deine Einstellung. Beginne deinen Spirit zu befreien.

Kommen wir nun zum letzten Punkt, den ich für meinen Spirit für sehr wichtig halte. Treue. Treue zu dir selbst. Verbiege und verstelle dich nicht für andere. Es gibt keinen Menschen auf der Welt für den man sich auf Krampf verstellen muss. Sei du selbst und es werden eben genau die Menschen kommen, die dich so wie du bist schon am besten finden.

Kurze Hose, Mini Football und Bubba Gump Turnbeutel. Ja der Bubba Gump aus Forest Gump.

Lange habe ich versucht Leuten zu gefallen, die mir eigentlich hätten egal sein müssen. Leute, die mir Schlechtes wollten. Solche, die das hier noch nicht verstanden haben. Mit dem Sport habe ich angefangen mein eigenes Ding zu machen und bis heute kann ich mich nicht beklagen und werde jeden Tag etwas besser darin, einen Furz darauf zu geben. Ich selbst zu sein ist eines der größten Geschenke, die ich erhalten habe vom Leben.

Jetzt gehen wir nochmal ein paar Schritte zurück zum Titel. Warum eine kausale Kette? Also es muss nicht bei jedem so sein. Bei dir mag das anders sein, aber bei mir habe ich dieses Muster so erkannt, als ich mir meine Notizen gemacht habe.

Nehme ich mein Glück, das ich habe, bewusst wahr bin ich dankbar. Dankbar für Dinge, die nicht selbstverständlich sind, die auch noch so klein sein mögen. Bin ich glücklich und dankbar nehme ich den Prozess besser wahr, in dem ich stets besser werde. Auch in die andere Richtung gibt es die Kausalität. Beginnen wir wieder beim Glück. Dieses hilft mir ich selbst zu sein und das gibt mir die Treue zu mir selbst. Für mich sehe ich, dass das Glück im Zentrum steht. Wie sieht es bei dir aus? Bist du glücklich?

Beantworte dir die Frage! Versuche es zumindest und arbeite mit den Listen. Beginne mit Kleinigkeiten und werde jeden Tag etwas besser.

Und zum Abschluss ein Zitat, weil ich Zitate einfach gerne nutze.

“Großes aus kleinen Ursprüngen”

Sir Francis Drake, britischer Seefahrer

Das wars für heute. Hat wieder Spaß gemacht. Gute Nacht und viel Erfolg. Danke, dass du das hier liest und danke dir selbst für die gut investierte Zeit.

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

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