A place just for you

Es ist der Freitagabend vor Weihnachten. Was habt ihr denn so an den Feiertagen vor? Was wünscht ihr euch? Ich wünsche mir nichts besonderes, vor allem nicht mit dem Denken, dass ich jetzt habe und versuche zu verfolgen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich mir Materielles wünschen sollte. Was ich weiß ist, dass ich mir wünsche, dass meine Träume in Erfüllung gehen mögen, egal wie groß, komisch und unrealistisch die klingen mögen. Wenn ich jetzt so ein bisschen zurückdenke, dann gibt es auch einige Dinge, die sich erfüllt haben, obwohl ich nicht immer daran geglaubt habe, aber ich die Hoffnung nicht aufgegeben habe. Hoffnung ist hier vielleicht ein blödes Wort, weil ich finde, dass Hoffnung immer mit etwas Negativem zusammenhängt und Träume sind alles, nur das nicht.

“Wenn Du einen Traum hast, musst du ihn beschützen. Wenn andere was nicht können, wollen sie dir immer einreden dass du es auch nicht kannst. Wenn Du was willst, dann mach es. Basta.”

Das Streben nach Glück

Na, da hat er diesmal nicht mit dem Zitat angefangen. Manchmal muss man auch Regeln und das Gewohnte brechen.

Also… Träume sind etwas, was viele nicht wahrnehmen oder gar nicht erst haben. Träume machen uns mutig, neugierig und stark. Keine Träume zu haben ist ungefähr so, als wenn man die Tickets, die man geschenkt bekommt, um den geilsten Urlaub aller Zeiten zu erleben und man diese Tickets dann in die Schublade tut und mit dem nächsten Reinigungswahn den Weg in die Ablage rund (Mülleimer – sicher ist sicher) verlegt. Es ist absolut nichts Verwerfliches und Unangebrachtes zu träumen.

Jeder kennt doch das folgende Zitat:

“I have a dream…”

Martin Luther KIng

Er hatte einen Traum, der sonst wie krass unrealistisch war zu seiner Zeit, aber er hat ihn in sich bewahrt und nicht losgelassen. Träume sind das, was uns antreiben kann. Mehr als ein tolles Gehalt. Geld hat irgendwann Grenzen, der menschliche Geist und seine Vorstellungskraft, die sind grenzenlos und was grenzenlos ist, kann Unmengen an Energie freisetzen. Was auch immer es ist, verliere den Traum, diesen Platz in deinem Kopf, nicht aus den Augen und vor allem nicht aus deinem Herzen.

“Money buys, dreams attract”

Ist mir grad eingefallen 🙂

Die Sache, die ich lange, also wiiiiiiiiiirkliiiiiiiich lange Zeit als meinen Traum bezeichnet habe war, dass ich einmal in meinem Leben Arnold Schwarzenegger treffen möchte. Nicht nur dadurch, dass ich früher (das klingt als ob ich Mitte 40 wäre) eben viel Bodybuilding gemacht habe, sondern auch, weil er gezeigt hat was möglich ist. Er ist ein Träumer im großen Stile. Ich meine: Bodybuilder, Schauspieler, Politiker ist nicht unbedingt die Standardkarriere, die uns eingetrichtert wird. Nun ist mein Traum in Erfüllung gegangen?

In meinem ersten Jahr in Los Angeles, 2016 meine ich, bin ich Tag für Tag ins Golds Gym nach Venice Beach gefahren, nicht nur um zu trainieren, was da echt geil ist, sondern auch um möglicherweise und mit ganz viel “vielleicht” Arnie zu treffen. In den 10 Tagen, die ich da war habe ich Unmengen an tollen Sachen erlebt, aber am letzten Tag habe ich erfahren, dass ich ihn am Vortag um knapp eine Stunde verpasst habe.

Satz mit X, das war wohl nix und somit wandern 5€ in das Phrasenschwein.

2017 war ein Jahr, dass dezent von den USA geprägt war. Im Februar bin ich spontan für 5 Tage nach New York City geflogen, weil ich mir dachte “Ach warum nicht” und ich eh noch Überstunden hatte. Im April ging es nach Chicago zu der Familie. Wir haben einen Ausflug in die Stadt unternommen und sind an einer riesigen Abraham Lincoln Statue entlang gelaufen. Als wir am Abend wieder im Hause Skrotzki waren und ich Instagram öffnete, dachte ich mich trifft der Schlag. Was sehe ich da? Wie der Arnie ein Bild postet, auf dem er vor dieser Lincoln Statue steht. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich nicht enttäuscht und leicht sauer war.

Im Juni 2017 ging es dann für mich wieder an meine geliebte Westküste, nach Los Angeles. Diesmal in einer anderen Unterkunft. Diesmal war ich direkt in Venice, von wo aus es ca. 2 Minuten zur Pazifikküste waren. Das sind Luxusprobleme ich weiß. Wie ich es schon gewohnt war habe ich mich wieder im Golds Gym angemeldet und habe täglich mein Training dort vollzogen. Ich habe auch einen Freund wieder getroffen, den ich im Vorjahr kennengelernt habe.

Will und ich in diesem Jahr

Will war Profibodybuilder, wie man unschwer erkennen kann und ist einer der bekanntesten Personaltrainer im Golds Gym. Ich kann nur sagen, dass ich nicht ihn angeschnackt habe. Er kam auf mich zu und wir haben uns sofort verstanden, zusammen trainiert und seitdem haben wir immer etwas Kontakt. Er sagte mir eines Tages, dass ich doch am nächsten Morgen gegen 8 Uhr morgens ins Gym kommen soll, denn das soll die Zeit sein, in der der Arnold zum Training kommt.

Also wie befohlen bin ich am nächsten Morgen aufgestanden und ab zum Gym. Tasche auf der Schulter, der Mitarbeiter am Tresen lässt mich rein und ich mache mich auf den Weg in die mittlere Halle (das Studio ist einfach riesig). Nichts ahnend mache ich Schritt für Schritt, der Geruch von Gummi, Schweiß, Eisen und auch Gras macht sich breit (gutes Wortspiel oder? Wegen Gras und breit… ich lasse es einfach) Naja und dann saß er da. Mein Puls erhöhte sich gefühlt auf 400, meine Mundwinkel erreichten auf einmal eine Höhe, die ich für unerreichbar hielt und mein ganzer Körper zitterte. Ich lies die Tasche fallen und schnappte mir mein Handy. Ging rüber zum Terminator und fragte nach einem Foto; dabei habe ich mich gefühlt wie ein 10 jähriger kleiner Junge. Einer seiner Freunde sagte, dass sie erst zu Ende trainieren wollen und dann am Ende Fotos machen können. Kurz zusammengefasst: Das Training war komplette Grütze, weil ich eher damit beschäftigt war die Legende nicht aus den Augen zu verlieren. Die Zeit verstrich und er machte sich auf den Weg das Studio zu verlassen, verfolgt von mir, der so richtig Fangirl mäßig hinterher sprintete, um draußen, in der kalifornischen Sonne, ein Foto mit diesem Mann zu bekommen.

Bester Gesichtsausdruck ich weiß

Das einzige, was ich dabei rausbekam war ein “Thank you. I ve been waiting about 3 years for this” Und dann war dieser faszinierende Moment vorbei und mein Traum wahr geworden.

Lass nicht ab von deinen Träumen, das kann ich dir sagen. Es gibt noch viel mehr Stories, die ich erzählen könnte, aber das kann ich leider nicht kurz fassen. Träume machen dich lebendig. Träume sind das, was dich verrückt werden lässt, wenn du davon erzählst. Träume lassen deinen Puls hochschnellen und lassen dich in dir selbst suchen nach mehr. Mehr was du aus dir rausholen kannst. Mehr wozu dein Leben gedacht ist.

“You only live once, but if you do it right, once is enough”

Mae West

Geh mal in dich und überlege dir, was das denn war, was du vor einem Jahr, vor 3 Jahren oder wann auch immer in den Schrank gelegt und abgeschrieben hast.

So und nun wünsche ich euch einen schönen Abend, danke euch für das Lesen und Teilen, lasse mir mein Essen gleich schmecken und hoffe, dass ihr eurem Spirit folgt.

Weltraumpräsident Superstar McHammergeil Kevin

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

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