Thoughts on a way back home

Ich sitze grad auf meiner Couch, gucke etwas Youtube und habe überlegt, was ich denn als nächstes schreiben soll. Ich habe wirklich viel auf meiner Tafel stehen, was irgendwie doch tiefsinniger, spiritueller und komplexer klingt. Am Grübeln bin ich, ob ich denn heute wieder etwas schreiben soll worüber es nachzudenken gilt oder etwas, was ich einfach fühle. Also so den bisherigen Standard des “Gedanken Niederschreibens”. Jetzt hab ich den Fernseher erstmal ausgemacht, damit ich mich besser ordnen kann, doch weiter bin ich noch nicht. Schreibt man einen Blog, mit dem man auch etwas erreichen will dann muss man eben auch abliefern, aber erzwingen möchte ich das nicht. Erzwingt man Inhalt, sei es ein Beitrag oder ein Gespräch, verfälscht es das Gesamtbild nur. Man verstellt sich. Ich weiß nicht wie oft ich mich schon verstellt habe, um anderen zu gefallen oder um eine gewisse Reaktion zu erzielen. Das Resultat daraus ist, dass man sich selbst belügt und das steht meiner Meinung noch über Hochverrat.

Leute sollen nicht an etwas interessiert sein, was nur Schein ist. Leute sollen dich so hinnehmen, wie du bist, um für sich dann sagen zu können “Gefällt mir oder gefällt mir nicht”. Dir kann diese Entscheidung vollkommen egal sein. Treue zu dir selbst ist eine der wichtigsten Eigenschaften und Werte, die du haben solltest. Du hast deinen eigenen Stil, schreibst dein eigenes Buch und lebst nur dein Leben.

Eine Gruppe von Menschen bei denen das genauso ist, in der jeder so ist, wie er ist, das sind meine Freunde. Ich habe diesen Punkt doch ganz oben auf meiner Themenliste stehen, aber bisher nichts dazu geschrieben, weil ich das als nicht spannend erachtet habe. Gestern Abend haben wir uns alle mal wieder getroffen und einfach so gequatscht als wenn wir uns jeden Tag sehen würden, sind ins Kino gegangen, weil das gefühlt schon Tradition ist zu Weihnachten und hatten einfach einen super Abend.

Das Tolle an meinen Freunden ist einfach, dass wir alle irgendwie unterschiedlich sind, aber trotzdem gleich ticken und vor allem denselben Humor teilen und Stunden damit verbringen können über Quatsch als auch Wichtiges zu reden. Ich meine gestern haben wir uns darüber unterhalten warum “Doppelhaushälfte Doppelhaushälfte heißt”.

In der Schule war ich nie der beliebteste in der Klasse, wie ich in der neunten und zehnten Klasse feststellte. Ich war immer der Nerd und Kevin, der eben so heißt wie die Seegurke aus Spongebob. Ich hatte zwei oder drei Freunde und je mehr Ziffern die Klassenstufe hatte, desto weniger wurden es, weil sich Interessen verteilen und pubertäre Jungs es witzig finden zu mobben. Zu der Zeit habe ich mich schon viel mit mir selbst beschäftigt, aber anders als jetzt noch ohne richtigen Plan und ohne Charakter. Als es in die letzten drei Jahre der Schule ging hat sich dann in der neuen Klasse die “erste Reihe” entwickelt. Was grad so beim Lesen ganz lustig ist, weil wir Star Wars geguckt haben und die “Erste Ordnung” eine Rolle spielt. Die erste Reihe mit der ich heute noch allmöglichen Scheiß mache und das ist einfach der Hammer. Sieben Jahre sind wir jetzt schon befreundet und ich hoffe wirklich sehr und gehe davon aus, dass noch einige folgen werden. Ich stelle einfach fest, dass obwohl wir eine kleine Gruppe sind, dass es wirklich gute Freunde sind.

Mit Abstand das beste Abiball Foto der Welt 😀

Als ich gestern nach dem Kino nach Hause gegangen bin habe ich mich noch mit einem meiner Freunde unterhalten und es ging eben auch darum, wie cool solche Abende doch sind. Auf dem letzten Stück bin ich dann alleine nach Hause, weil wir in verschiedene Richtungen mussten. Auf diesem letzten Stück habe ich noch viel darüber nachgedacht und muss sagen, dass ich auch etwas Angst habe, dass in Zukunft, wenn man älter wird etc. solche Abend viel viel seltener werden. Sehr wahrscheinlich wird das nicht so sein, weil wir halt die krasseste Gang der Welt sind, aber irgendwo in mir besteht diese Angst anscheinend doch, die sich mir warum auch immer erst gestern offenbart hat.

Wir sehen uns wochenlang nicht obwohl wir alle gefühlt auf dem gleichen Stück dieser Erde wohnen und doch sind diese Abend immer wieder ein Highlight auf das ich mich stets und ständig freue. Kein Betrinken, keine Party, nur Kumpels die zusammensitzen, als wenn sie niemals getrennt gewesen wären.

Sei es die Klassenfahrt, die man in der zwölften Klasse erlebt hat und so viele Erinnerungen geschaffen hat, die wir heute noch wiederholen. Seien es die Freistunden, in denen man Chaosball gespielt hat und “Das Leben des Brian” geguckt hat. Oder seien es die unzähligen Billiardmatches und Cheeseburger bei McDonalds, die man mitgenommen hat. Scheiß egal was, mit meinen Freunden ist das alles richtig geil.

Ich weiß, dass ich bisher noch kein Zitat benutzt habe, aber mir fällt auch keins ein und ich finde, dass hier auch keines hingehört. Möglicherwiese passt dieser Beitrag auch nicht so richtig in dieses Gesamtkonstrukt, aber gesagt haben wollte ich das allemal und schlussendlich ist das auch ein Teil von mir. Das was Spiriteers schaffen soll; Bewusstsein für sich selbst. Macht euch bewusst, was für tolle Freunde ihr habt und schätzt jeden Moment mit ihnen, so klein der auch sein mag. Ich sage es mal so, bis vor einem Jahr oder so habe ich mir das noch nicht bewusst gemacht, weil da alles so geplant und einfach schien. Jetzt wo viele ihren Weg gehen wollen weiß zumindest ich es sehr zu schätzen solche Freunde zu haben.

Jungs ihr seid und bleibt die besten.

Kevin

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

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