What is done, is done

Nun sind die Feiertage auch schon wieder um. In 72 Stunden hat der Weihnachtsgeist auch schon wieder seine Sachen gepackt und ist wieder auf dem Weg zum Nordpol, um seinen Auftritt für das nächste Jahr zu planen. Ich hoffe ihr hattet ein paar schöne Tage und konntet die Zeit mit der Familie und den Freunden richtig genießen. Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht und es wurde ordentlich geschlemmt. Natürlich aber auch gesportet, damit es sich die Waage hält. Weihnachten ist, wie ich finde, immer ein Anlass sein Hab und Gut zu reflektieren, um festzustellen, wie gut man doch aufgestellt ist. Das beinhaltet eben auch, dass man zufrieden mit seinem Wesen ist und dankbar sein kann für die Wege, die man eingeschlagen hat, denn mit anderen Wegen wäre das Fest nicht das, welches es denn schlussendlich war.

“What’s done is done, just leave it alone, and don’t regret it”

Limp Bizkit – Boiler

Guck mal einer an, da kann ich gleich etwas von meiner To-Do Liste streichen. Nämlich einmal in diesem Blog Limp Bizkit zu zitieren. Diese Textpassage schwebte mir schon im Kopf bevor ich diesen Blogeintrag hier begonnen habe. Nur wusste ich nicht von wem dieser Song war. Dank Google bin ich nun etwas schlauer und dezent amüsiert.

Man neigt doch liebend gern dazu sich diese “Was wäre wenn” Frage zu stellen. Seien wir alle, also ich und du, mal ehrlich, dann sehen wir, dass wir das häufiger tun als es Not tut und vor allem als es nützlich ist. Was bringt es uns, uns diese Frage zu stellen?

Ich kenne keine Antwort darauf die positiv ist. Es trägt lediglich dazu bei, dass wir uns von dem abbringen, was wir aktuell haben und erschafft eine Unzufriedenheit mit dem Jetzigen. Das Geheimnis, was, obwohl es sehr einfach ist, viele nicht sehen und ja da habe ich mich auch schuldig zu bekennen, dahintersteckt ist ganz simpel, nämlich, dass es nichts bringt sich darüber den Kopf zu zerbröseln. Das was du in der Vergangenheit getan hast, hat dich nun auch schlussendlich zu dem gemacht, der du heute bist und ich möchte meinen, dass das eine ziemlich coole und tolle Person ist.

“Acceptance is the key to joy in this moment”

Unbekannt

Joy – die Freude; das ist wichtig. Mache das Beste aus jedem Moment, den du hast. Erfreue dich an jedem Moment, den du durchmachst und hinter dich bringst. Schließe ihn weg in dein Inneres und mache dir den jetzigen Moment bewusst.

Du bist in der Stadt und trinkst Kaffee, dann trinke den Kaffee und denke nicht an den Einkauf, den du später noch machen willst. Du gehst Abends ins Bett und denkst schon daran, wie scheiße die Arbeit morgen sein wird? Leg dich einfach schlafen und genieße die Ruhe und die Wärme. Nehme jede Wölbung der Decke und die Tiefe des Kissens wahr. Du sitzt auf der Couch und siehst einen tollen Film, siehe dir diesen Film an und denke nicht an einen FIlmabend mit einer alten Bekanntschaft, die schon seit Jahren auf Eis liegt.

Das wichtigste Wort dazu steht auf einer der ersten Seiten im Wörterbuch: AKZEPTANZ

Akzeptiere dich so wie du bist, wo du bist und was du bist. Akzeptiere, dass du diese und jene Entscheidung getroffen hast, denn in dem Moment wo du sie getroffen hast, genau da war sie richtig. Es war ein Gefühl, eine Laune, eine Eingebung, was auch immer, aber eins war sie definitiv: korrekt und richtig.

Ich habe mich selbst dabei beobachtet, wie ich die selbe Situation immer wieder herbeigerufen habe, um dann doch wieder den selben Weg zu gehen, obwohl ich mich bei der zweiten Gelegenheit anders entscheiden wollte.

Was ich jetzt inzwischen mal kapiert habe? Dein Gegenüber, wenn es denn eines gibt, welches in diesem Akt anwesend ist und eine nicht so unwichtige Rolle spielt, dem ist es egal. Du kannst diesen Moment noch so oft wieder herbeirufen, dein Gegenüber wird seine Meinung nicht ändern, nur du legst dir immer mehr Steine in den Weg und schadest dir selbst. Wenn du dabei bist und dich immer wieder in diese selbe Situation zurück versetzt oder es versuchst machst du zwei gravierende Fehler.

1. Du belügst dich selbst. Obwohl du mit deiner getroffenen Entscheidung, deiner inneren Meinung nach richtig liegst, schaffst du dir wieder und wieder eine zweite, dritte und vierte Möglichkeit dir noch mehr in den Magen zu schlagen. Bei Möglichkeit 27 dann wahrscheinlich mit einer Abrissbirne. Sei ehrlich zu dir und vertraue deiner Entscheidung, denn irgendetwas in dir wird dir schon gesagt haben, dass es das Angemessene war und ist.

2. Du beraubst dich der Treue zu dir selbst. Wenn du eine Entscheidung getroffen hast, die von mir aus auch nur 0,00000025 Nanosekunden zurückliegt, dann bleib dabei. Wenn du dir selbst nicht mehr vertrauen kannst, weil du stets deinen Standpunkt änderst, welcher Fremde soll dir denn noch trauen?

“Better say oops than what if”

Unbekannt

Hängst du dich zu sehr an Gedanken auf, die Szenarien wieder und wieder durchspielen, dann verschwendest du unnötig Energie auf etwas, was so oder so nicht beeinflusst werden kann und du bist nicht in der Lage dein volles Potenzial auszuschöpfen, weil der Fokus nicht stimmt. Für mich stelle ich das auch immer wieder beim Laufen fest. Ich bin grad selbst erstaunt wie viel ich so beim laufen feststelle, aber es macht mir einfach Spaß. Wenn ich unterwegs bin, dann bin ich unterwegs und nicht auf der Arbeit, wo mein einer Kollege mich schon wieder tierisch abgefuckt hat, Wenn ich laufe, dann mache ich Schritt für Schritt, merke richtig wie die frische Luft meinen Körper erfüllt und kann meine bestmögliche Performance abliefern.

Das ist ein Ausschnitt von meinem Lauf vom 25.12 2019. Die Strecke von fast 11 Kilometern habe ich noch nie in einer so guten Zeit geschafft. Wobei ich die 10 Kilometer, 25 Runden im Kreis (ohne Drehwurm wohlbemerkt), tatsächlich in unter 50 Minuten laufen konnte. Das Schönste und Wichtigste dabei, ich habe nur auf den Schritt geachtet und die Atmung wahrgenommen. Habe das Aufsetzen des Fußes gehört und Gas gegeben. Keinerlei Gedanken daran verschwendet, was ich stattdessen machen konnte, was ich abends machen soll oder was ich vor 58 Tagen hätte anders machen können.

“Past things are done and future things will be. Present things are”

Unbekannt

Die einzige Möglichkeit, die es so an sich tatsächlich gibt ist, dass wir das Beste aus jedem Moment rausholen und uns auf das Jetzt konzentrieren. Das klingt für den ein oder anderen sehr wahrscheinlich wie dieses Standard-Ying und Yang- Shaolin Gedöns, aber es ist einfach so. Überlegt euch doch mal selbst, an was für einen Quatsch ihr Gedanken verschwendet.

Akzeptiere das was war, sei dankbar für das was ist und mache das Beste es dem was grad passiert.

Hiermit möchte ich diesen Eintrag auch beenden, um euch auch etwas Zeit zu geben für euch darüber zu urteilen, wie ihr eure Zeit nutzt. Ich möchte darauf hinweisen, dass sich das alles, was ich hier so schreibe, mir erst in der letzten Zeit gezeigt und offenbart hat. Wenn man sich damit auseinandersetzt, dann schafft das Ganze auch ein besseres Bewusstsein dafür und ihr habt eine andere Wahrnehmung. Dinge sind nicht nur als Blödsinn abzustempeln, sondern man kommt an diesen Punkt, wo man sich sagt “Moment mal, da ist was dran”. Trust me.

Ja und nun bin ich auch still und lasse euch in Ruhe. Ich hoffe ihr findet Gefallen daran und macht ein paar Schritte in die richtige Richtung. Habt ein schönes Wochenende und seid fleißig. Denkt daran: 5 Kilometer auch mit langsamen Tempo sind immer noch 5 Kilometer.

Der Master of the Universe

Kevin

Teilen

Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.