A heroes journey

“What meaning does a finish line have, without miles of self doubt?”

aus irgendeinem Youtube Video

Um alte Gewohnheiten wieder aufleben zu lassen beginnen wir heute mal wieder mit einem Zitat. Passenderweise habe ich diesen Satz vorhin beim Essen machen in einem Video gehört und dachte mir, dass man da was draus machen kann.

Wenn ich diesen Satz nun lese kann ich die Frage zumindest für mich selbst beantworten. Und diese sagenhafte und faszinierende Antwort lautet: a meaning which is really small.

Es ist zwar schön und gut am Ziel anzukommen, welches auch immer das sein mag, aber für mich habe ich herausgefunden, vor allem durch die vielen Läufe, dass das Erreichen des Ziels viel besser ist und sich definitiv grandioser anfühlt, wenn man vorher durch Täler gegangen ist. Der ein oder andere mag jetzt denken, dass das irgendwie depressiv klingen mag, aber hierbei kommt es auf die Einstellung in diesem Tal an. Wie hell leuchtet deine Lampe im dunklen Tal?

Alles, was dir über den Weg läuft, sich dir in den Weg stellt und so wirkt, als wenn alles blöd mit einer gehörigen Portion Scheiße ist, das alles gehört dazu. So ist das nun mal und das ist wahrscheinlich einer der ältesten Sätze der Welt. Nach jedem Tal kommt ein Hügel, nach jeder Nacht kommt Tag und nach jedem Winter kommt Frühling. Die Natur macht es uns so einfach vor, aber wieso machen wir das denn nicht einfach so? Wir neigen dazu Dinge zu durchdenken, bis wir alles in dieser unendlich langen Gleichung erdacht haben und uns so nur selbst im Wege stehen. Für nichts auf der Welt gibt es einen perfekten Zeitpunkt, um damit zu beginnen. Fange an, ganz egal ob Winter oder Frühling.

Bei meinen Läufen komme ich auch hin und wieder an diesen Punkt, wo ich mich frage, warum ich das eigentlich grad mache und die Beine anfangen zu Schmerzen. Ich laufe erstens weiter, weil es mich glücklich macht an der frischen Luft zu sein und zweitens, weil ich dann am Abend richtig entspannen kann. Gehst du durch die Tiefen und kommst als bessere Person am Ziel an, als diejenige, die es durchgezogen und sich nicht beirren lassen hat, ja dann weißt du auch ganz genau, wie man einen guten Film mit einer Pizza genießen kann. Achtung jetzt klingt es wieder depressiv: Gehst du durch den Schmerz und lässt ihn dich nicht einnehmen, weil du deinen Kopf oben lässt, dann macht er dich nur zu einem stärkeren Selbst, das ganz genau weiß, was es hat und vor allem was es daran hat.

Wie oft wollte ich schon den Rest der Strecke gehen, aber nichts da, dann hätte ich auch gar nicht loslaufen brauchen, sondern hätte gemütlich im Park spazieren gehen können.

Daher auch meine Begeisterung für Extremsport. Nicht der Extremsport wie mit Snowboards über brennende Abhänge fahren, sondern Läufe, die 160 Kilometer lang sind, Schwimmer, die um ganze Länder schwimmen (Ross Edgely) oder Typen, die 50 Ironman an 50 tagen machen. Man lernt in solchen Situationen viel über sich und seine Grenzen, ist im Dialog mit dem Schweinehund und kann sich am Ende dann nur bewusst machen, was man da grad geschafft hat. Man hat ganz einfach die Sätze der menschlichen Bequemlichkeit umgeschrieben.

Sucht euch Herausforderungen, die euch unangenehm erscheinen und nehmt sie in Angriff. Ihr werdet euch dafür hassen, aber mit jedem Schritt wird euch klar werden, dass es sich lohnt. Ihr müsst euch eben nur darauf einlassen und euch nicht beschränken im Denken. Bei meinem letzten Lauf, der knapp 13 Kilometer lang war habe ich unterwegs einfach angefangen zu schreien und zu rufen, wie geil das alles ist. Warum? Nur so und dieses “nur so” hat nachher eine weit unterschätzte Wirkung.

“Though Nothing, Nothing will Keep us together, we can beat them, for ever and ever, oh we can be heroes, just for one day”

Original von David Bowie, wobei ich die Version von Peter Gabriel schöner finde

Also traut euch und habt keine Angst davor auf die Schnauze zu fallen. Geht durch den Schmerz, der euch stärker macht und kommt nach Talfahrten am Ziel eurer Träume an. Denn all diese Stolpersteine machen dieses Ziel, wenn es dann in euren Händen liegt, um so vieles schöner.

Ich habe versucht mich heute mal kürzer zu fassen, da ich hier und da gehört habe, dass die anderen Texte etwas lang sind. Daher viel Spaß und lasst mich wissen, was euer Projekt sein soll.

Kevin

Teilen

Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.