Vom Laufen und Gewichte stemmen

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Und zack gibt es gleich den nächsten Beitrag. Wenn ich grad mal so auf die Uhr schaue ist der vorherige Beitrag knapp 15 Stunden alt, aber heute war wieder Lauftag und mir kamen ein paar Dinge in den Sinn. So wie es den Anschein hat entwickelt sich der Samstag mehr und mehr zu meinem Langstreckentag. Heute waren es immerhin 16km in einer doch zufriedenstellenden Zeit. Es gab heute allerdings einen Unterschied; ich bin die Strecke anders herum gelaufen und bei knapp der Hälfte kam mir die Idee, sowie die Gedanken für diesen Beitrag hier.


Was haben mich 6 Jahre Krafttraining und ein knappes halbes Jahr Laufen gelehrt?


1. Es nicht zu machen tut mehr weh, als die Sache an sich.

Sei es nun eine lange Strecke, die man zurücklegt oder ein schweres Gewicht, das man bewegt. Sich immer wieder davor zu drücken und im kleinen Rahmen des Machbaren zu bleiben wird dir mehr zusetzen, als es einfach mal zu machen und zu sehen, wie du dich schlägst. Beispielsweise meine WillWeek, in der ich jeden Tag 10 Kilometer laufen war. War ich körperlich bereit dazu; wahrscheinlich nicht. Habe ich es trotzdem gemacht; natürlich. Und am letzten Tag als mir die Medaille beim Lauf überreicht wurde habe ich mich einfach super gefühlt.

2. Es bedarf nicht viel, um glücklich zu sein

Diese Einstellung habe ich im Laufe der Jahre immer mehr verinnerlicht und ich bin garantiert noch kein Profi darin, aber zumindest haben mir beide Sportarten gezeigt, dass es eben nicht viel bedarf. Ein feines vernünftiges Training mit einem Kumpel am Freitagabend reicht, um den Abend perfekt zu machen. Wenn man sich dann noch vor Augen führt, dass die Gewichte nichts anderes als Eisen sind, ist der Aufwand für einen schönen Abend nicht so unfassbar riesig. Genauso beim Laufen. Die Natur ist kostenlos und das sollten wir schätzen und genießen.

3. Schmerz ist kein Grund zum Aufgeben

Kilometer 29; ich habe das Gefühl, dass ich gleich einen Rollstuhl brauche. In der Ferne sehe ich, dass der Weg wieder leicht ansteigt und das einzige, was mein Hirn mir zu verstehen gibt ist “Ja das wird hart, aber nein, wir geben nicht auf. Schließlich sind wir schon bis hierher gekommen.” Sich immer wieder bewusst zu machen, dass das alles auch nicht selbstverständlich ist treibt einen umso mehr an. Wie viele Menschen können nicht laufen? Sei dankbar!

4. Dankbarkeit ist der Schritt zum Glück

Es geht nicht darum der glücklichste Mensch auf der Welt zu sein, denn Glück, wenn man es als oberstes Ziel ansieht ist undefinierbar und nicht oder kaum zu erreichen. Bist du dankbar für all das, was du hast, dann wirst du glücklich. Es sind eben die Dankbaren, die glücklich sind. Auf jedem Lauf bin ich dankbar, dass ich das überhaupt machen kann. Ich kann die Natur mit allen Sinnen wahrnehmen und das ist einfach schön.

Ich bin gesund und körperlich fit, dadurch, dass ich viel trainiere. Dadurch kann ich umso mehr Energie in diesen Prozess stecken, um immer bessere Leistungen zu bringen.

Ich mache liebend gern Klimmzüge. Dazu bedarf es nur einer Stange, aber dieses Gefühl, wenn man dann fertig damit ist, ist einfach beflügelnd. Ich bin dankbar für die Möglichkeit, dass ich jeden Tag zum Sport kann und alles in seiner reinsten Form aufnehmen kann.

5. Manchmal muss man seinen Blickpunkt ändern

Ich weiss grad gar nicht, ob das das beste Wort dafür ist, aber “Blickpunkt” beschreibt das ganz gut. Wie oben erwähnt, bin ich heute mal anders herum gelaufen und ich hatte auf einem Streckenabschnitt einen viel schöneren Blick auf die Schlei, den ich bisher nie wahrgenommen habe, wenn ich die Strecke so laufe, wie sonst auch.

Beim Krafttraining habe ich oft immer dasselbe gemacht. Immer der selbe Ablauf, die gleichen Übungen. Bis ich begonnen habe neue Reize zu setzen. Neue Übungen, andere Reihenfolgen, neue Techniken. Es zahlt sich aus seinen Standpunkt anders auszurichten. Mit den neuen Dingen, die ich jetzt vermehrt tue, fühle ich mich besser, agiler und leistungsfähiger. Ein rundum crazy sex dude 😀


Das soll es jetzt auch gewesen sein. Meine Wäsche müsste fertig sein und ich muss noch einkaufen. Also überlegt euch mal, was ihr bisher so lernen konntet. Sei es beim Sport, bei der Arbeit, durch euer Hobby, wobei auch immer. Habt ein schönes Wochenende und genießt die Zeit.

Der crazy sexy dude

Kevin

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