Wer probiert, der findet

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Da ich aus gewissen Umständen die letzten Tage, heute, sowie die nächsten Tage frei habe, habe ich mir heute mal eine andere Location gesucht zum Tippen. Habe zuvor einiges zu Hause erledigt, habe meinen Sport heute in der Natur hinter mich gebracht und habe mich nun auf mein Fahrrad gesetzt, bin etwas durch Schleswig gedüst und sitze jetzt am Hafen und kann dank des öffentlichen WLANs auch hier meine geistigen Ergüsse kundtun (ein Dank an Schleswig dafür). Fingers up, showing peace.

Da ich nun eben doch etwas mehr Zeit habe als zuvor, schaue ich mir auch mehr Videos an. Mehr Videos über Sinn und Ziele, Leben und Sein, Tun und Wollen, Wesen und Objekt.

Dabei habe ich in einem Interview ein Zitat gehört vom Philosophen Charles Cooley:

“I am not what I think what I am, and I am not what you think I am. I am what I think you think I am”

Charles Cooley

Abgesehen davon, dass der Typ einen ganz kühlen Namen hat (Na wer versteht es?) und in dieser Aussage sehr oft die gleichen Wörter stehen, steckt doch viel Sinniges darin.


“Ich bin nicht das, was ich denke und ich bin nicht das, was du denkst. Ich bin das wovon ich denke, das du denkst, was ich bin”


In welchen Bereichen sind wir so wie wir sind, weil wir daran denken, was andere über uns denken. Ein Beispiel, das mir jetzt so grad in den Sinn kommt sind Vorstellungsgespräche. Der aktuelle Job gefällt nicht mehr, man schaut sich um und wird zu dem liebevoll gehassten Termin eingeladen. Gerne fängt man an sich zu denken, dass man den Job eh nicht bekommt, dass es ja doch so viel besser qualifizierte gibt, man denkt, dass die Leute, die einen interviewen nicht auf den Tag gewartet haben dich kennenzulernen. Denkt man erstmal so, dass die Leute eh nichts mit dir als Kandidaten anfangen können, dann verhältst du dich auch so. Kleine, eigentliche normale Nachfragen erscheinen dir als Sandkörner im Treibsand, die dich in die Mangel nehmen.

Es ist soweit nichts anderes als dieses grundlegende Problem, dass wir uns von anderen und anderem beeinflussen lassen. Wir geben uns nicht uns selbst hin, sondern neuesten Trends, Dogmen und Richtlinien.

Alles andere als leicht ist es dieser “Bubble” zu entfliehen, in der man das tut, wovon man denkt, dass die Eltern es gut finden. In der man so vorgeht, wie es einem Unis, Schulen etc. vorgeben mögen. Vorgaben dessen, was man allgemeiner Meinung nach erreichen soll, dienen vielen als maßgeblich.

Ich bin auf mich stolz, dass ich schon länger und lange solch ein Denken habe. Auf der Suche bin ich noch danach, was es grundsätzlich sein soll, was ich machen will, aber was ich soweit nicht machen will, ist im Denken zu bleiben und dem Tun nachzuträumen.

In dem Interview mit Jay Shetty, aus dem das obige Zitat stammt, äußert er sich auch soweit, dass man sich neue Vorbilder -Role models- suchen und neue Erfahrungen machen sollte, da man viel zu oft und zu lange, meist für die Dauer des Lebens, in einer Eco-Chamber lebt. Einem Ort in dem das Denken oder Urteilsvermögen begrenzt ist.

Da uns die nötigen Impulse fehlen, um zu dem Wesen zu werden, welches wir sein wollen, werden wir ein Wesen, von dem wir denken, dass es das sein wird, was wir sein wollen. Wir leben uns selbst eine Lüge vor.

“In order to find the small pieces of yourself, you have to do stuff, people would think you are crazy”

Done by me

Das Bild ist entstanden vor 3 Jahren als ich in Los Angeles war, in meinem geliebten Kalifornien. Man überlegt, was man so am nächsten Tag machen will. Nun ja, dann kommt man auf die Idee mit Fahrrad die Westküste auf dem Pacific Coast Highway entlang zu fahren, den man sich dann teilt mit Pickups, die sich anhören wie Güterzüge und Supersportwagen, die durch Malibu rasen und ich saß dann da auf meinem Klapperrad. Aber es war es wert. Ich wollte diese Straße schon lange entlang fahren. Was ist noch cooler, als im Auto? Aufm Radel, rischtisch.

Ich konnte meine Seele baumeln lassen, hatte keinen Stress, konnte denken, wie ich wollte und war frei von allmöglichen Regeln, außer vielleicht der, dass ich mich schön weit rechts halten musste, um nicht als Briefmarke zu enden.

Probiere neue Dinge, erweitere deinen Horizont, lerne das kennen, was hinter deinen Grenzen liegt, gehe über deine Limits, um deine Bestimmung zu finden, in dem Denken, was sich dir offenbaren wird.

Dieser Beitrag ist jetzt auch mal wieder minimal länger, als die letzten, aber ich finde dieser hier hat einen guten Mehrwert, den er rüberbringen soll. Hoffe ihr habt euren Spaß.

Cheerioh (Ich erhebe meinen imaginären Zylinder)

Kevin

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