Ab nach Nepal – eine Odyssee der Anreise

Jetzt ist es soweit, dass ich eine neue Kategorie angelegt habe und knapp 8000 Kilometer von zu Hause entfernt meinen ersten Eintrag schreibe, aus dem Land am Himalaya.

Nepal ist das einzige Land der Welt, dessen Flagge nicht rechteckig ist, Heimat der meisten 8000 Meter Gipfel, eines der ärmsten Länder der Welt und die Hauptstadt liegt bereits 1500 Meter über dem Meeresspiegel. Denken und atmen kann ich allerdings noch.

Seit ein paar Jahren habe ich mir vorgestellt und gewünscht hier her zu reisen, um Menschen, Kultur und Natur zu sehen und zu erleben. Heute ist Tag 2, meines 4 wöchigen Aufenthaltes, fast vorbei.

Aber fangen wir mal fix mit der Anreise an. Klassisch für uns Norddeutsche ging es nach Hamburch, um von dort nach Kopenhagen, dann nach Delhi und dann nach Kathmandu zu fliegen. Denkste wa?

Die nette Dame am Schalter fragte mich nach dem Visum für Indien, welches ich nicht hatte, da die Airline mir sagte, dass ich keines brauche, da der Flug durchgeht und das Gepäck durchgecheckt werden kann.

Spannungsaufbau, Höhepunkt, dramatische Wendung: Nein!

Es gäbe eine Meldung auf dem Rechner, welche sie unsicher mache, sagte sie. Es scheint nämlich so zu sein, dass es in Delhi zwei Flughäfen gibt, die das gleiche Kürzel haben. Wer erwartet sowas? Ich zumindest nicht und die gute Dame auch nicht. Also ging ich zur Seite, während sie die nächsten Passagiere abfertigte. Während sie dann eigentlich jeden an andere Schalter verwies, weil die Leute für Oman Air oder Turkish Airlines bei SAS leider falsch sind, hatte sie stetig den Hörer am Ohr, um von ihren Kollegen zu erfahren, wie denn nun mit mir verfahren werden soll.

Endgültige Aussage Ihres Vorgesetzten nach gut 45 Minuten des Wartens: “Riskieren sie es einfach”

Ja, ähm, nein danke. Meine Lust in Indien auf einem Flughafen festzusitzen war dann doch verschwindend gering. Also dank des Internets, der Kreditkarten und meinen Eltern, ging es dann trotzdem los. Die gute Dame checkte mich nach Kopenhagen ein, denn von dort ging dann der Flug, den ich in 3 Minuten gebucht habe. Dieser sollte über Doha, Katar, gehen.

Gepäck auf dem Weg, der Mitarbeiterin die Hand geschüttelt, ab zur Security, meinen Eltern und meiner Freundin auf Wiedersehen gesagt und dann aber fix, denn der Flieger ging in 37 Minuten.

Zu meiner Freundin sagte ich: “Wir sehen uns in Amsterdam” ein bisschen musste ich dabei an den Film Casablanca denken. Wer den kennt, weiss warum.

Auf jeden Fall, gab es dann bei der Security noch Probleme, war ja nicht so, dass es irgendwie stressig war. Da dann fertig mit Sack und Pack zum Gate gelaufen, um mit einem freundlichen “Ah, da sind sie ja” begrüßt zu werden, denn ich war der Vorletzte. Immerhin nicht Letzter… ha.. nimm das.

In Kopenhagen durfte ich dann ungefähr 9 Dänen am Gate zum Air India Flug, den ich eigentlich nehmen sollte, erklären, dass ich jetzt mit Qatar Airways fliege. Warum? Weil die beiden Gates gegenüber voneinander waren und dann wieder mein Name aufgerufen wurde, dass ich doch bitte kommen möchte. Die Antwort der einen Mitarbeiterin lautet dann nur noch “Holy shit”.

Kurzum: Flug nach Doha, 6 Stunden den Flughafen unsicher gemacht, eine Dusche für 23€ genommen (es kam etwas Gold aus dem Wasserhahn, wahrscheinlich deswegen), etwas geschlafen, in den nächsten Flieger und ab nach Nepal, wo ich den wahrscheinlich geilsten Flughafen ever sehen durfte.

Ein Flugzeug vor einer Backsteinlagerhalle, die gefühlt gleich in sich zusammenbricht und gefühlt halb so groß ist wie das Flugzeug. Alle aus dem Flieger und in den Bus, der dann 100 Meter gefahren ist (im Halbkreis), um uns dann rauszulassen. Luftlinie waren ca. 40 Meter. Das war tatsächlich mein Highlight.

Dann habe ich mein Visum geholt, bezahlt, Geld gewechselt und habe meinen Stempel im Reisepass bekommen, Ich habe keine Ahnung wieso man das immer so toll findet, aber ich mag das.

Anschließend musste ich dann nochmal durch eine Sicherheitskontrolle. Vielleicht haben sie die ja an die falsche Stelle gebaut und vor dem Abflug gibt es keine, man weiß es nicht.

Um dann zum nächsten Highlight zu kommen, der Gepäckabholung. Ich möchte hier nur ein Zitat nennen.

“Yes, it is chaotic, but it will work”

Irgendein Däne, der das zu mir meinte. Bester Typ 😀

Ich musste nur lachen. Man kann das gar nicht beschreiben. Pures Chaos auf 400qm. Immerhin ist mein Rucksack heile angekommen und tut weiterhin das, was er soll.

Sim Karte geholt, ab ins Auto und zum Hostel.

Das war Tage eins – die Anreise – in nächster Zeit folgen Einträge zu dem, was ich hier so erlebe, aber auch dem üblichen Spiriteers Input. Auf jeden Fall wird es auch mehr Bilder geben.

Bis dahin. Namaste

Kevin

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

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