Grenzen an der frischen Luft

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Die Sonne wird in den letzten Tagen und Wochen ein ständiger Begleiter. Schon früh am Morgen kriechen ihre Strahlen in unsere Wohnungen und Häuser. Die Temperaturen steigen tagsüber, ein blauer Himmel eröffnet sich uns jeden Tag. Es beginnt die Zeit, in der der Tag lang erhellt vor sich hinschreitet. In der Luft liegt dieser frühlingsgleiche Duft. All das bedeutet, dass es offizielles kurze Klamotten Wetter ist und man auch wieder die ein oder andere Unternehmung starten kann.

Zweirad Gespann

Seitdem ich wieder hier bin erledige ich sehr viele Dinge auf meinem Fahrrad. Ich habe es vor Jahren von meinem Papa geschenkt bekommen, weil er es nicht mehr brauchte und nun ist es eigentlich mein täglicher Begleiter.

Ich liebe das Gefühl vom Fahrtwind, der mich begleitet, auch wenn es manchmal anstrengend ist. Die Kette surrt vor sich hin, während man fleißig gegen den frischen Ostwind ankämpft. Die Reifen rollen über die kleinen feinen Sandpartikel, die auf der Straße liegen. Ein bisschen nach vorne gelehnt bin ich, um nicht nur extrem elegant auszusehen 😉 sondern auch, um mich einfach rollen zu lassen. Manchmal sollte man sich einfach rollen lassen. Die Sonne strahlt in ihrer ganzen Pracht vor sich hin und wärmt das Gesicht, die Arme, also alles, was aufgrund von “Kurze Klamotten Wetter” frei ist. Diese Wärme und die Luft erfüllt mich mit Freude und bestätigt mich im Treten der Pedale.

Bergauf ist es dennoch anstrengend, aber man schafft es eben doch immer wieder, auch wenn es lange dauert und anstrengend ist. Punkt 1, Berge liegen nun einmal immer auf dem Weg und hoch muss man sie so oder so. Punkt 2, eine schöne Aussicht bekommt man meist von weiter oben.

Platsch Platsch Platsch

Was soll nun diese Überschrift bedeuten?

Wärmere Tage, ich sage nicht, dass es dauerhaft viel zu warm ist, aber dass es ab und zu auch wärmere Tage gibt, sorgen nicht nur dafür, dass die Luft angenehm wird, sondern sie sorgen auch dafür, dass das offene Wasser der Schlei wieder erträglicher wird.


Sidefact: Die Schlei ist kein Fluss, sondern ein Fjord; der Ostseefjord


Nun ja, und wenn die Luft schön angenehm ist und jeden Tag die Sonne strahlt, dann kann man sich natürlich auch denken, dass das Wasser warm genug ist, um ein bisschen schwimmen zu gehen. Okay, zugegeben, sind ich und sehr wahrscheinlich einige Triathlon-Verrückte, die einzigen, die das so sehen. Ob das nun daran liegt, dass es doch etwas frisch im Wasser ist oder daran, dass die Schlei dezent versifft und dreckig ist, das überlasse ich mal dem Leser, der selbstverständlich Recherche bezüglich der Schlei betreibt, wenn er sie nicht kennt. 😉

Ich war dieses Jahr bislang zweimal in der Schlei. Beim ersten Mal bin ich gefühlt nur 50 Meter geschwommen, da ich dann dachte, dass mein Hirn abfriert, aber dennoch hat es mich erfüllt. Ich habe diese widersprechende Gefühl der Kälte hinter mir gelassen und habe mich ins Wasser gestürzt.

Gestern ging es dann wieder runter zum Wasser und diesmal lies es sich sogar noch etwas länger aushalten, sodass ich auch ein bisschen Strecke machen konnte. Es waren keine Kilometer, aber zumindest mehr als letztes Mal und es hat mich riesig gefreut wieder ins Schwimmen zu kommen.

Die Beine strampeln, aber gleiten sanft durchs Wasser, während die Arme, einer nach dem anderen, sich erheben und wieder durch die Wasseroberfläche brechen, um mich anzutreiben. Die Kälte des Wassers nehme ich beim Schwimmen kaum wahr. Sie scheint um mich herum zu gleiten, wie der Schnee, der von einem Schneepflug zur Seite geräumt wird.

Das Wasser ist ruhig an diesem Nachmittag, keine Wellen, nur ich in meinem Rhythmus und das offene Gewässer.

Interaktion

Mit den Elementen, mit der Natur, den Gegebenheiten zu interagieren, das gefällt mir immer mehr. Man ist purer Gewalt ausgesetzt, die man irgendwie hinter sich bringen muss. Egal, ob es lange dauert, man auch mal die süßen Pobäckchen zusammenkneifen muss, man kann so wunderbar seine Grenzen testen, sich treu bleiben, wenn es unangenehm wird. Treu bleiben dann, wenn man eigentlich wieder umdrehen will, um aufzuhören.

Frische Luft beflügelt dich. Natürliche Gegebenheiten fordern dich. Sonnenstrahlen wärmen dich. Du förderst dich.

Du musst nicht ins kalte Wasser und schwimmen, aber mache doch mal was, was dich ein bisschen unkomfortabel werden lässt und mache es zumindest für 10 Minuten. Höre dabei in deinen Körper, denn der ist zu mehr fähig, als man denken mag. Wenn der mehr kann, dann sind wir kopftechnisch zu noch mehr fähig.

Also Pobacken zusammen und los!

Kevin

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