Die Komfortzone – was sie uns bringt

Jeder hat dieses Wort schon mindestens 37 mal gehört und vielen hängt es wahrscheinlich schon zu den Ohren raus. Dabei sollte einem die Bedeutung dieser “Zone” bewusst sein. Was ist denn nun diese Komfortzone, was macht sie mit uns und wie sollten wir sie nutzen oder eben nicht nutzen?

“Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut”

john augustus shedd

Die Komfortzone ist ein in der Gesellschaft bekanntes Problem. Es ist der Bereich, in dem sich jeder von uns sicher fühlt. In dieser Zone wird Routine und Gewohnheit gelebt. Ich weiß, was ich wie zu tun habe, habe meine tägliche Routine, ich arbeite mich mit blinden Augen durch den Tag, weil ich genau weiß, was mich wo und wie erwartet.

Was ist nun das Problem dabei?

Nicht nur bei der täglichen Routine spielt Komfortzone eine Rolle. Beim einfachen Sein am Tag lässt sie sich auch immer wieder finden. Morgens möchte ich nicht aufstehen, weil es so gemütlich ist, obwohl ich, wenn ich früher aufstehen würde, mehr Zeit hätte, um Dinge zu tun, die ich schon lange tun möchte.

Die Bereiche im Leben mögen noch so klein sein, aber die Komfortzone findet sich überall.

Wie gesagt mag es beim Aufstehen anfangen, dann geht es vielleicht weiter mit der Temperatur des Duschwassers, dann mit der Wahl zwischen Kaffee oder Tee, bei der ich immer Kaffee wähle, aber möglicherweise ist Tee mein wahres morgendliches Getränk.

Alle Entscheidungen, die wir Tag für Tag treffen basieren meist darauf, dass wir zu 99,9% wissen, was uns erwartet und so werden wir es nie schaffen, dass sich der eigene Horizont erweitert und wir möglicherweise etwas entdecken, was uns wirklich fasziniert, bindet oder auf einen neuen Weg bringt.

Auch hier kommt mein Lieblingszitat zum tragen: “Großes aus kleinen Ursprüngen”

Es mag mit einer kleinen Veränderung beginnen, die dann zu großen Erkenntnisse und Möglichkeiten führt.

Ein weiteres Problem ist, dass wir in der Komfortzone stets das erwarten, was auch die letzten Male eingetreten ist. Ändert sich dann das Ergebnis, dann ist die innere Unruhe und Panik bereits vorprogrammiert.

Was macht sie mit uns und wie sollten wir sie nutzen?

Kurz gesagt macht sie uns blind. Blind gegenüber Abenteuern, Neuem, Chancen. Es ist die Angst vor dem Unbekannten, die uns stets in ihr hält. Wir vergeben uns selbst an ein Leben in Routine. Für einige mag das die Erfüllung sein, aber für diejenigen, die immer nach Veränderung rufen, da beginnt diese Veränderung mit dem ersten Schritt aus der Komfortzone heraus.

Anstatt uns vor der Zone zu verstecken sollten wir sie als Ansporn nutzen. Selbstverständlich gehört, je nach Veränderung, die wartet, ein gewisser Grad an Mut und Offenheit dazu, aber in der Regel sind die Momente, die einen dann erwarten fördernd, unbeschreiblich und lassen dich aufleben.


Ein Beispiel, dass mir gerade so in den Sinn kommt ist mein Treffen mit dem Franzosen in Thailand. Ich hätte auch, genauso wie vorher, still dasitzen können und unbemerkt gehen können. Aber stattdessen habe ich mich dazu entschieden ihn anzusprechen. Auch hier gehörte etwas Überwindung dazu, aber unser Gespräch stellte sich als eines der interessantesten Gespräche meines Lebens heraus.


Es ist auch eine meiner Absichten mit Spiriteers. Ich möchte Leute wieder dazu ermutigen aus bekannten Mustern auszubrechen, egal wie groß die Veränderung ist. Sicher ist jedoch, dass die Veränderung dabei hilft, dass wir unser Potential wiederfinden, um festzustellen, dass Abenteuerlust in uns liegt.

“Leben ist immer da, wo wir noch nicht waren”

unbekannt

Der Mensch ist kein Gewohnheitstier; er ist für Entdeckungen gemacht. Abenteuergeist, Neugier und Leidenschaft wohnen ihm inne. Wir müssen es nur wieder zulassen.


Galileo Galilei wurde im Jahr 1633 von der katholischen Kirche dafür verurteilt, dass er beweisen wollte, dass die Erde nicht im Zentrum der Galaxie steht, sondern dass sich alles um die Sonne dreht. Er hat sich gegen bekannte Denkweisen und Muster gewendet. Im Jahr 1992 wurde er von der Kirche rehabilitiert.

Kolumbus wollte 1492 beweisen, dass die Erde eine Kugel ist und keine Scheibe, wie es lange der Glaube war. Ausgelacht wurde er, aber wie wir heute wissen, sollte er Recht behalten.

Es gibt in der Geschichte der Menschheit noch viel mehr Beispiele für solche Entdeckungen. Sie alle basieren darauf, dass der oder die Entdecker / Entdeckerin sich gegen bekannte Muster gewendet hat.


Ja ich weiß, dass das ziemlich große Beispiele sind, aber sie sollen lediglich zeigen zu was wir fähig sind, wenn wir nur mutig und offen genug sind unsere Komfortzone zu verlassen.

Diese Woche geht es bei mir um die Komfortzone und ich hoffe, dass dir der Inhalt dieser Woche dabei helfen wird, sie immerhin im kleinen Rahmen zu verlassen. In welchem Bereich könntest du eine kleine bewusste Änderung vollziehen?

Hab eine schöne und mutige Woche

Kevin

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.

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