Wie ist das eigentlich mit der Kreativität?

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“Kreativität: Vergnügen, das sich als Arbeit verkaufen lässt”

Kalenderspruch

Die Kreativität zähle ich schon seit Langem zu einer meiner Stärken und einer meiner Lieblingseigenschaften, die ich habe. Es macht mir riesig Spaß meinen Gedanken Ausdruck zu verleihen. Sei das nun in Videos, im Schreiben, in Bildern oder in Kritzeleien. Sie hilft mir mich so auszuleben, wie ich mich am wohlsten fühle.

Wie finde ich sie? Wie kann sie uns denn nun helfen? Wie funktioniert sie? Wie entsteht sie?


Wie entsteht Kreativität?

Der ein oder andere mag jetzt denken, dass Kreativität eine Sache ist, die einem gegeben sein muss von der Geburt an. Selbstverständlich ist demjenigen dann eine gewisse Grundlage gegeben, aber es ist nicht so, dass wir nicht in der Lage sind Kreativität auszubilden, sollten wir diese Grundlage nicht haben.

Für mich als Legofan der Stunde 1 war das kreative Auseinandersetzen mit Dingen immer ein Vergnügen, weil es in meinem Kopf auch immer Sinn ergeben hat und die eine Synapse dann schnell ihren Anschluss an die nächste fand.

Kreativität entsteht dadurch, dass einem Handlungsmöglichkeiten offenbart werden. Seien das nun Materialien, Quellen oder sonst was. Schön zu sehen ist das am Beispiel LEGO. Durch die unzähligen Möglichkeiten der Ergebnisse und Kombinationen, ist es leichter sich kreativ auszuleben, da uns allen verschieden Denkmuster der Kreativität inne wohnen.

Da wir in uns diese unterschiedlichen Muster haben fällt Kreativität auch immer anders aus und das größte Problem dabei ist, dass wir selbst erst einmal diese Denkmuster entdecken müssen. Vielleicht liegt deine Kreativität in einem Bereich, in den du noch nie einen Fuß gesetzt hast.

Wichtig ist, dass wir immer neue Wege suchen und erkunden, um unser Inneres zu entdecken. So wird es sich dir offenbaren, in welchem Bereich es dich betrifft und sei dir sicher: du bist kreativ!

Wie funktioniert Kreativität?

Dazu habe ich vor Kurzem eine schöne Erläuterung gehört, welche sich in meinen Augen nicht auf alles übertragen lässt, zumindest wenn es um LEGO geht.

Es wird so erläutert, dass Kreativität ein Resultat dessen ist, was wir durch Schock erfahren. Es ist in 5 Stufen unterteilt. An erster Stelle steht der Schock aufgrund eines Erlebnisses, auf den der Widerstand folgt. Es wird versucht sich gegen das Erlebte zu wehren, um es zu ändern. In der Erkenntnis, dass dies nicht möglich ist verfallen wir in eine Phase der Trauer, welche wir auf kurze oder lange Sicht akzeptieren. Dies ist Phase 4; die Akzeptanz. Diese Akzeptanz ermöglicht es uns das Erlebte aus einer freieren und neutraleren Rolle zu betrachten, wodurch wir beginnen uns kreativ auszuleben. Phase 5; die Kreativität.

Ich finde, dass dies ein schöner Ansatz ist, wenn es darum gehtkreative Ergebnisse nachzuvollziehen. Seien dies nun Lieder, Filme oder Schriftstücke.

Natürlich, Beispiel LEGO, gibt es auch die Kreativität, die sich aufgrund von den Gegebenheiten eben ergibt.

Dennoch ist es meiner Meinung nach so, dass Kreativität als Puffer funktioniert, um uns i uns selbst zu begreifen gegenüber einem Problem. Das Ergebnis dieser Auseinandersetung ist variabel gemäß dem Problem.

Wie kann sie uns helfen?

Wie lautet denn nun die magische ANtowrt, wie uns Kreativität helfen kann, wenn wir sie denn entdeckt haben? Kreativität hilft uns dabei, dass wir uns selbst besser verstehen. Wir geben unseren Gedanken, Gefühlen, Ideen Ausdruck. In welcher Form, da sist vollkommen egal. Es wird, auf eine gewisse Art und Weise, kompensiert. Erlebtes wird verarbeitet. Ideen werden verkörperlicht. Gefühle werden vermittelt.

Das wichtigste dabei ist eben, dass wir uns offen gegenüber begegnen, damit wir uns auch ehrlich begegnen können. Wenn wir uns die ganze Zeit vor Augen halten, dass wir ultimativ perfekt sind und keine Fehler haben wird die Kreativität anders ausfallen, als wenn wir uns offen gegenüber sind, um so das Erlebte mit jeder Faser wahrnehmen.

Weiterhin hilft uns die Kreativität dabei, dass wir auch bessere Fortschritte machen und Probleme anders angehen können. Wir finden neue Lösungen und versteifen uns nicht auf einen Pfad der Problemlösung. Dadurch, dass wir andere Lösungen finden können werden auch unsere Fortschritte anders ausfallen, weil wir wie gesagt einen anderen Weg gehen. Andere Wege beherbergen eben auch immer neue Impulse und Eindrücke.

Wie finden wir Kreativität?

Die Antwort auf diese Frage konntest du in den anderen Absätzen bereits herauslesen. Jeder von uns hat sie, wir müssen sie entdecken. Das Wichtigste wie auch bei vielen anderen Dingen ist, dass du dir offen gegenüber begegnest, damit du deine Gefühle und Ideen im vollen Umfang erfassen kannst. Mache dich zudem frei von Denkmustern, dass es immer nur den einen richtigen Weg gibt. Solltest du mal eine Blockade haben, dann gehe an die frische Luft. Mir hilft es auch gerne außerhalb der Box zu denken. Versuche doch mal ein Problem auf ganz andere Weise zu lösen, als du es bisher immer getan hast.


Da ich neulich mein Notizbuch wiedergefunden habe, in das ich einige Geschichten und Gedichte geschrieben habe, möchte ich hier zum Wochenstart gerne noch einen Eintrag mit dir teilen und lasse mich gerne wissen was du davon hälst oder was du beim Lesen gedacht hast.

Man ist sich fremd,
doch aller Anfang ist kein leichter,
gerade für mich,
der ist so fremd,
fremd gegenüber sich selbst,
selbst auf der Suche nach allem,
allem was schön scheint,
allem was glücklich macht,
allem was einem das Gefühl gäbe,
das Gefühl mehr zu sein,
alles zu finden ist eine Aufgabe,
der Weg zu allem ist ein Leben,
Einfachheit ist das Leben keine,
man kann es zu einer machen,
auch wenn es kein Leichtes ist,
so ist man sich selbst im Wege,
so ist man sich selbst der größte Kritiker,
so ist man sich selbst der Liebende,
stets tue ich jenes aus tiefster Brust,
wie es sein muss,
Halbherzigkeit wird gestraft,
Vollherzigkeit getötet,
allem Anschein nach der Weg,
der Weg des Lebens,
doch so ist es an jenem zu hoffen,
dass jenes Leben Loopings schlägt,
es sich wendet zum Guten,
Schlechtes zu Gutem,
Trauriges zu Lachendem,
Halbes zu Ganzem,
Momente der Verzweiflung,
Situationen der Verwirrung,
Dinge derer Bedeutung man unsicher ist,
man verliert den Kurs,
wie ein Schiff ohne Kapitän,
und so ist es wichtig den Hafen zu finden,
den Ankerplatz der einen schützt,
schützt vor Winden,
schützt vor Wellen,
schützt vor Orientierungslosigkeit,
lasse diesen Ankerplatz deinen sein,
deinen Hafen der Sicherheit,
gehe von Bord und sage,
was auch komme,
was auch geschehe,
ob auf dieser Seite,
oder der anderen der Weltmeere,
den Ankerplatz,
den habe ich gefunden

Dazu sage ich jetzt mal nur “5 Phasen”. Schock, Widerstand, Trauer, Akzeptanz und Kreativität. So erblickte dieses Gedicht das Licht der Welt.

Also wie offen bist du zu dir? Hörst du in dich oder verschließt du dich? Gehe offen mit dir um, um dich ausleben zu können.

“Als Kind ist jeder ein Künstler. Die Schwierigkeit liegt darin, als Erwachsener einer zu bleiben”

Pablo picasso

Du musst kein Picasso oder Leonardo Davinci sein, denn das war er schon. Du bist du!

Lebe dich aus und sei kreativ

Kevin

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