Eine Woche normal – oder auch nicht?

Einen wunderschönen guten Tag meine liebe Leserin oder mein lieber Leser. Schön, dass du wieder vorbeischaust. Ich sage es gleich mal zu Beginn: diese Woche bzw. dieses Mal soll es nicht um ein spezielles Thema gehen, wie das Ego, Glaubenssätze oder ähnliches.

Nein!

Dieses Mal geht es um meine letzte Woche, besser und genauer gesagt geht es um die letzten vier Tage der vergangenen Woche. Warum?

Mir ist einfach danach.

Ich bin die Woche über ganz normal zur Arbeit gegangen, habe meinen privaten Kram erledigt ein bisschen für meine Projekte gearbeitet. Bis Donnerstag.

Am Donnerstag war ich auch ganz normal auf der Arbeit, bin dann allerdings früher nach Hause, weil ich mich echt nicht gut gefühlt habe. Kopfweh, Gliederschmerzen und a bissl Schnööf (ein bisschen Schnupfen zu deutsch). Wie es sich dann eben so gehört bin ich hin zu meiner Vorgesetzten und habe ihr das gesagt, woraufhin sie mich bat noch beim Arzt anzurufen, um eventuelle Symptome von diesem Corona abzuklären.

Also, Hörer in the hand und da angeurfen. Die sehr freundliche Arzthelferin bat mich um noch etwas Geduld, da sie meine Schilderung der Weh Wehchen mit dem lieben Herr Doktor klären wollte und mich dann zurückrufen wollte. Die Zeit verging und schlenderte dahin, mit Hut auf und Mantel an, stieg sie in den nächsten Bus in Richtung Unruhe.

Ring ring… bimmel bim….

“Ja, der Arzt möchte gerne einen Abstrich machen lassen”

Ankedote: Die Augen wurden verdreht und meine Mundwinkel waren so parallel zum Boden, dass man ein Glas Wasser auf ihnen hätte abstellen können. Gedankliche Antwort “YEAHHHHHH”.

Wie dann geheißen, bin ich gegen Mittag hin, Abstrich machen lassen, was ziemlich widerlich ist. Ich meine mich so gut auszukennen, dass ein Holzstäbchen nichts in meinem Gehrin zu suchen hat, aber wenn es so sein muss.

Nun kommt der schlimme Teil, um den es auch gehen soll. Krankschreibung 3 Tage. Nichts tun, was außerhalb der eigenen vier Wände stattfindet. Eine Pseudo Quarantäne, solange bis das Ergebnis da ist….. und die Mundwinkel fixieren sich langsam in der Position.

Ich und 3 Tage nicht raus gehen… ich spürte wie ein innerer Konflikt in mir empor brannte, wie die Fackel im Wind, die einem den Weg durch die Dunkelheit weisen soll (so, das war dann auch Schwafel-Part dieses Posts)


Ich bin ein Mensch, der es liebt draußen zu sein. Ich treibe viel Sport, genieße die Natur, treffe mich gerne mit meinen Kumpels, mit denen ich mich Freitag hätte treffen sollen und mag es nicht sinnlos rumzusitzen und dabei an die Wand zu starren. Ja, ich weiß, man kann auch drinnen viel tun, dennoch möchte ich mal die frische Luft in der Nase spüren und sehen wie sich die Sonne der Nacht nähert.

Sidefact: Kennt ihr die Pluralität? Es gibt keinen Tag ohne Nacht und keine Ebbe ohne die Flut. Dazu gibt es noch viel mehr Beispiele. Ein Wald sprießt und blüht wieder nachdem er komplett niedergebrannt ist.

……..(Einschub) Jetzt gab es eine kleine Pause beim Texten, weswegen es jetzt hier so spontan weitergeht. Wo waren wir? Achja letzte Woche.

Lass es mich fix so sagen: Am Samstag Nachmittag habe ich den Anruf vom Arzt bekommen, dass der Test negativ ausgefallen ist, also alles chico.

Was mich mit etwas Furcht erfüllt hat, war der Gedanke, dass ich eventuell 14 Tage drinnen sitzen muss, was mich tatsächlich mit ziemlichen Missmut erfüllte. Mir hat es nach gut 2 Tagen ja schon gereicht nicht rausgehen zu können, was soll ich denn da bei 14 Tagen machen?

Ja ich weiß, dass ich zu Beginn dieser ganzen Sache immer gesagt habe, dass man sich doch nicht so anstellen soll. Allerdings war das darauf bezogen, dass Geschäfte, Cafes etc. geschlossen waren und alle irgendwie den Verstand verloren haben. Hier ging es darum 2 Wochen lang nicht an die frische Luft gehen zu können, um jeden Tag zu sehen, was sich da draußen eigentlich präsentiert.

Nun komme ich auch mal zum Punkt. Ich bin dankbar, dass es lediglich die knapp 2 Tage waren. Ich bin dankbar, dass ich gesund bin. Ich bin dankbar, dass ich die frische Luft und die Natur genießen kann. Eine Sache, die mich immer wieder sehr dankbar und glücklich sein lässt, ist der Fakt, dass ich alle Sinne habe und nutzen kann.

Der Trick der Dankbarkeit? Seid nicht so gepolt, dass alles selbstverständlich ist.

Dies sollen jetzt auch mal meine Gedanken sein zu der letzten Woche. Es ist diesmal etwas wilder und freier geschrieben. Hatte ich mal Bock drauf.

Also meine Lieben Spirituosen…äh, Spiriteers, habt einen wundervollen Tag, macht euch eure Schätze bewusst und genießt euer verdammtes Leben.

Bis denne

Kevi Kev

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Author: KevinB

Autor, Sportler, Reisender, Fotograf, Allesmacher. Ich bin auf der Suche nach mir selbst und schreibe meine eigene Geschichte. Das ist es, worauf es ankommt. Ich bin Kevin und das hier ist mein Anfang.