Die eine Sache, die ich lernen durfte

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nature sky sunset the mountains

Wir leben in einer Welt, in einer Gesellschaft, in der man für alles sofort eine Lösung sucht und haben möchte. Dazu sollte diese Lösung dann noch sehr einfach sein und so gut es geht keinerlei Übung brauchen.

Merkste selbst oder?

In meiner Vergangenheit habe ich oft versucht Dinge, die ich vermeintlich verbockt habe, schnellstmöglich wieder geradezurücken. Ein Sperrfeuer an Nachrichten bei Whatsapp, für das Gegenüber nervige Entschuldigungsversuche, obwohl diese gar nicht nötig wären und noch ein paar andere Dinge.

Was durfte ich denn jetzt lernen?

Eigentlich sollte meine Reise durch Asien ca. 10 Wochen dauern. Als am Ende dann nur 6 Wochen daraus geworden sind habe ich mir gedacht, dass ich dann ja noch die Zeit zu Hause nutzen kann, um mich zu sortieren. Aus einem Monat wurden zwei, aus zwei wurden drei und nun arbeite ich entspannt meine 30 Stunden in der Woche.

Warum?

Ich habe schon zu meinen Eltern und meiner Freundin gesagt, dass ich, solange es nicht das ist, was ich machen will und es mich glücklich macht nie mehr als 30 Stunden arbeiten werde, um das zu tun, was ich lernen durfte.

In der Zeit dieser drei Monate nach Asien habe ich Ruhe gelernt. Habe gelernt, dass es nicht nur um mich geht, sondern, dass jeder andere Mensch auch einen Weg zu gehen hat und wenn sich diese Wege nicht kreuzen, dann tun sie es eben nicht. Aber das größte Geschenk, das ich erfahren durfte, ist die Kunst jeden Tag auf ein Neues zu ergreifen und aus einem vermeintlich schlechten Tag immer noch einen guten zu machen.

“Everyday is a gift you have, so don’t waste your bless of having one more day on this earth while thinking and being angry about stuff that happened”

Unknown

Natürlich rege ich mich auch auf über Dinge, deren Sinnhaftigkeit sich meinem Denken entzieht oder über irgendwlche Menschen, die menschlich irgendwo auf dem Abstellgleis gelandet sind, aber ich übe und übe mich darin immer besser zu werden, dass mich so etwas nicht triggert.

Die Stufe zu erreichen auf der man in kompletter Ruhe und Gleichgültigkeit lebt ist für mich die Endstufe (Natürlich nicht zum Unwohl seiner Selbst, sondern in Anbetracht dir gegenüber stehenden Herausforderungen). Schließlich interessiert es dein Gegenüber oder die Person/ die Sache über die du dich aufregst wahrscheinlich ziemlich wenig. Es kommt eben auf die Empathie an.

Aber von daher stelle dir gerne immer die Frage, ob es gerade denn wirklich nötig ist in diesem Pöbelmodus aufzuleben oder ob es nicht leichter wäre zu sagen “Ob ich mich nun weiterhin aufrege oder nicht; da ist mir Ruhe doch liebsten”.

Dieses Thema kann man jetzt locker noch über 53265259562 Seiten weiterführen, aber das soll es jetzt erst einmal gewesen sein.

Lass dir deinen Tag, auch wenn er blöd war, nicht versauen, indem du anderen die Macht über dein Wohlbefinden gibst.

Bis zum nächsten Mal

Kevin 🙂

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